Polenaustausch 2017

Pure Vorfreude und Aufregung - das war das, was wir alle verspürten, als unsere polnischen Austauschschüler am Bahnhof ankamen. Ganze sieben Monate haben wir uns nicht gesehen; dementsprechend groß war die Sehnsucht nach unseren Freunden, denn in Polen waren wir alle als Gruppe so eng zusammengewachsen, dass unser Abschied sehr schwer war.

Als wir die ankommende Gruppe dann am Bahnhof erblickten, stürmten alle aufeinander zu, umarmten sich wild und brachen teils in Freudentränen aus. Wir nahmen unsere Partner mit nach Hause, denn den Sonntag hatten wir zur freien Verfügung, was uns dazu anspornte schöne Pläne mit ihnen zu machen. Einige waren ausreiten, einige machten einen gemütlichen Abend zusammen, aber alle hatten einen schönen ersten Tag.

Um 07:00 Uhr ging es am Montag für uns dann zur Schule, wo wir zunächst eine nette Begrüßung der Polen durch Frau Uhlenkamp anhörten, übersetzt von den polnischen Lehrern. Bis zur 5. Stunde besuchten wir mit ihnen dann unsere Kurse, wo sie sich mit Freude einbrachten, um sich ein Bild vom deutschen Schulsystem zu machen. Nach dem gemeinsamen Mensaessen in der Schule ging es am Nachmittag zum Kanufahren mit Herrn Schröder auf den Hohnsen und die Innerste. Abends gingen wir alle noch zusammen bowlen.

Der nächste Tag war gespickt mit Kultur in Goslar. Nach einem beeindruckenden Besuch des Bergwerks Rammelsberg und einer schönen Mittagspause in der Altstadt besuchten wir die Kaiserpfalz. Die Lehrer fanden es durchaus interessant, für Jugendliche gibt es aber sicherlich Spannenderes. Doch wie Frau Plümer gesagt hat: „Ein bisschen Kultur muss sein!“ Abends machten wir uns dann wieder einen schönen gemeinsamen Abend im Café del Sol.

Auch die Altstadt Hildesheims durfte natürlich im Besichtigungsprogramm nicht fehlen: Zunächst stiegen wir am Mittwoch auf den Andreasturm (Inklusive Stufenzählen und Diskussion über die richtige Anzahl). Dann besuchten wir das Rathaus, wo die Gäste aus Polen vom Bürgermeister ganz offiziell willkommen geheißen wurden. Es wurden einige Gruppenfotos gemacht und es gab eine kleine Erfrischung. Anschließend trugen wir Goetheschüler dann an wichtigen Orten in der Stadt kleine Vorträge über die Stadtgeschichte und wichtige Sehenswürdigkeiten vor. Vom Goethegymnasium aus gingen wir dann nach dem Mittagessen eine Runde Klettern im Jim & Jimmy und hatten viel Spaß beim Kindsein, wobei sogar die Lehrer mitmachten. Zu Hause machten wir uns dann alle frisch und fuhren zu Benjamin Besen, wo wir unsere kleine Abschlussfeier hatten und am Lagerfeuer gemeinsam die letzte Zeit genossen.

Dann brach der letzte Tag an, der Donnerstag, den wir in Wolfsburg verbrachten und an dem wir uns die Autostadt ansahen. Traurigkeit kam auf und zog sich durch den ganzen Tag, denn wir mussten unsere Freunde noch am Bahnhof in Wolfsburg verabschieden. Die Minuten am Bahnhof waren sehr schlimm, denn wir wussten, dass wir uns alle nie mehr in dieser Konstellation sehen würden. Dennoch versprachen sich viele von uns gegenseitig, nochmals nach Polen zu fahren um sie alle In Maków zu besuchen. Der Gedanke uns nie wieder zu sehen wäre unerträglich für jeden. Wir können sagen, dass es eine sehr gute Entscheidung war, am Austausch mit der polnischen Partnerschule teilzunehmen, wir haben viele neue Freunde gefunden und hatten viel Spaß miteinander.

Chiara Köppen und Isabelle Wydra